lost places und unterwelten weltweit

In diesem Ordner wollen wir Ihnen interessante und spektakuläre Orte vorstellen, die nicht nur historisch, sondern auch aufgrund ihrer Beschaffenheit wertvolle Zeugnisse eines veränderlichen Prozessen sind. Alte Bunkeranlagen, stillgelegte oder ausrangierte Kasernen- und Fabriksgebäude, aber auch vernachlässigte Anwesen, Villen, Paläste, ebenso marode Keller- oder Stollenanlagen prägen das Bild einer von der Gesellschaft ausgeklammerten Hinterlassenschaft. Dennoch wurden einige der verlorenen Gebäude in die Gegenwart gehievt und haben musealen Stellenwert erhalten.  Wie facettenreich sich all die von uns besuchten Orte präsentieren, wollen wir Ihnen hier vermitteln. Besuchen Sie mit uns diese dunkelstrahlenden ausgewählten Orte,

verstreut in Deutschland, Italien, Frankreich, Ungarn, Russland, ... .

Bildergalerie


Alte Abhörstation Teufelsberg

Im Berliner Grunewald befindet sich ein geschichtlicher "lostplace", welcher noch vor 30 Jahren "top secret" war.

Es handelt sich um die ehemalige Abhörstation der Amerikaner, welche im "Kalten Krieg" zum Einsatz kam. Seinerzeit arbeiteten beinahe 1000 Bedienstete bei der "US Fieldstation" unter höchster Geheimhaltung.

 

Nach dem Fall der Berliner Mauer verließen die Amerikaner das Areal. Es folgten, aufgrund verschiedener Eigentümerwechsel und vieler ungenutzter Plänen das Gelände neu zu nutzen, Jahre des Stillstandes und des Verfalls.

 

Seit einigen Jahren ist das Gelände nun offiziell zu Besichtigen. Gegen einen Eintrittspreis von 5 Euro kann das Gelände frei begangen werden. Allerdings ist die große Aussichtsplattform mit den Radomen aufgrund behördlicher Vorgaben seit 2018 gesperrt und die imposanten Kuppeln können nur von weitem betrachtet werden. (Lukas Arnold)



Verbotene Stadt Wünsdorf

Rund anderthalb Stunden von Berlin entfernt, in Brandenburg,befindet sich die "Verbotene Stadt" in Wünsdorf. 

Seid 1994 steht das riesige Areal leer.

Die Gebäude verfallen immer mehr und locken somit auch sehr viele "Urban Explorer" an, um die romantische Ästhetik des Verfalls zu Dokumentieren. (Lukas Arnold)



Beelitz Heilstätten

Ungefähr 50 Kilometer von Berlin entfernt befinden sich die sagenumwobenen "Beelitzer Heilstätten". Um 1900 wurden die Heilstätten zur Behandlung von Patienten mit Lungentuberkulose errichtet. Sie zählten zu den modernsten und größten Heilstätten weltweit. Im "Kalten Krieg" übernahmen die Sowjets das Areal und wandelten es zu einem riesiges militärisches Sperrgebiet um. (Lukas Arnold)

 



Verlassener "Red Star Bahnhof"

Einen ganz besonders interessanten und spannenden "lostplace" erkundete ich in Ungarn. In den Urbex Kreisen nennt sich dieser Ort "Red Star Bahnhof".

Den Namen verdankt er den gigantischen Dampflokomotiven, welche am Areal stehen und mit dem charakteristischen "Roten Stern" der Sowjets versehrt sind. Der Bahnhof war zur Zeit des "Eisernen Vorhanges" ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt.

Nach dem Grenzfall wurde diese Stätte aufgegeben und verlassen. Jedoch "verlassen" ist hier das falsche Wort, da täglich dutzende "Urban Explorer" und "Abenteurer" diese Lokhalle aufsuchen. Schon längst ist diese Stätte kein Geheimtipp mehr, sondern ist international bekannt und beliebt bei "Touristen" aus aller Welt.

 

Konkret handelt es sich um eine gigantische Lokhalle, in der seit Jahrzehnten, bereits historische Dampflokomotiven und dutzende Waggons stehen und sich selbst überlassen sind;

das Dach der Halle ist an vielen Stellen bereits eingestürzt und überall haben sich Sträucher und Büsche ihren Weg gebahnt.

Die Halle samt den Fuhrpark vermitteln ein sehr beeindruckendes Flair und haben eine ganz besondere Atmosphäre auf mich abgestrahlt. (Lukas Arnold)



Vom Spaßbad zur Ruine (Blub)

Im Berliner Bezirk Neukölln befindet sich das ehemalige Berliner Luft und Badeparadies (kurz "Blub") welches ein beliebtes Spaßbad für jung und alt war.

Geöffnet wurde das Erlebnisbad in den 1980er Jahre und erfreute sich anfänglich an vielen Besuchern.

Mit der Zeit zogen immer mehr negative Schlagzeilen das Bad ins schlechte Licht. Vorfälle mangelnder Hygiene und die Sichtung mehrerer Ratten zwangen das Schwimmbad Schlussendlich in die Knie. 

 

Mit der Schließung des Bades erfolgte ein neues Kapitel. Das einstige Spaßbad wurde zur Anlaufstelle vieler Jugendliche, welche in der einstigen Schwimmhalle Partys feierten und ihre Freizeit verbrachten. Gleichzeitig erkundeten interessierte Fotografen und Abenteurer das Objekt. So füllte sich, wenn auch nicht gewollt, das Bad binnen kürzester Zeit und wurde wieder zu einem beliebter Treffpunkt anderer Natur.

 

Leider führten diese Tatsachen zu mehreren kleinen Bränden sowie einem Großbrand im Jahr 2016 bei dem beinahe die komplette hölzerne Dachkonstruktion abbrannte. Seit diesem Zeitpunkt stand das Gebäude im Fokus der Behörden. Zukünftig sollten auf diesem Areal keine Treffen mehr abgehalten werden. 

 

Mittlerweile ist das "Blub" nur mehr eine Ruine und wartet auf den Abriss.

 

Trotz vermehrter Kontrollen ist das Bad nach wie vor sehr beliebt bei Jugendlichen, Urban Explorern und Abenteurern. 

Wie die Zukunft der Ruine weitergeht ist ungewiss, seit Jahren wird über den Abriss und der Neunutzung des Areals diskutiert.

Bis zum Abriss werden wohl auch weiterhin viele Neugierige "Besucher" die Ruinen erkunden und fotografieren.

(Lukas Arnold)



Bärenquell Brauerei

Im Osten von Berlin, im Bezirk Treptow Köpenick, im Stadtteil Oberschöneweide, steht ein großer Backsteingebäudekomplex.

Dieser ist von weitem zu sehen und erinnert mit seinen Türmen an ein Märchenschloss aus "1001 Nacht".

In Wirklichkeit handelt es sich hierbei um die ehemalige Bärenquell Bierbrauererei, welche Ende des 19ten Jahrhunderts eröffnet wurde und Deutschland mit frisch gebrauten Bier versorgte. Vor allem während der Teilung Berlin war hier ein großer Umsatz.

 

Nach dem Fall der Berliner Mauer wurden sehr viele Fabriken im Osten der Stadt in die Knie gezwungen, da auf einmal Deutschlandweit viele Waren verkauft oder importiert wurden, folglich der Bier-Markt auf einen Schlag übersättigt war und eine große Produktpalette den Konsumenten zur Verfügung standen. Aus dieser Entwicklung heraus musste auch die Bärenquell Brauerei 1994 für immer ihre Pforten schließen.

 

Nachdem das letzte Bier abgefüllt und das große Eingangstor verschlossen wurde, kehrte Stillstand in die Fabrik ein. Es dauerte nicht lange und das Gebäude wurde von Graffiti Künstler, Urban Explorer,  Abenteurer und auch Obdachlose besiedelt.

 

Über die Jahre hinweg gab es immer wieder Revitalisierungs-Pläne um das denkmalgeschützte Gebäude. Aufgrund von mehreren Eigentumswechseln verliefen die Pläne bis heute jedoch im Sand. Seit dem letzten Wechsel wurde die alte Brauerei hermetisch abgeschlossen, um Unbefugten das Betreten zu vereiteln. Die ursrpünglich öffentlichen Führungen wurden eingestellt. Somit konnte ich leider bis jetzt auch immer nur von außen, das faszinierende Areal bestaunen.(Lukas Arnold)



Verlassener Flugplatz

In der Nähe von Berlin befindet sich ein ehemaliger Flugplatz, welcher in den 1930er Jahre von den Nationalsozialisten als Sportflugplatz erbaut worden war. Während des Zweiten Weltkrieges rüstetete die Luftwaffe den Fluplatz  zum Fliegerhorst um. Bis 1940 wurde das Areal um weitere Hallen und Nebengebäude ergänzt, darunter auch eine Endmontage- Halle und eine, welche für geheime militärische Projekte diente.

 

Der wohl bekannteste "Fluggast" war Claus Schenk Graf von Stauffenberg, welcher am 20. Juli 1944 gemeinsam mit seinem Adjutanten zum "Führerhauptquartier Wolfsschanze" (heute in Polen) startete, um das Attentat auf Adolf Hitler zu verüben.

 

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das gesamte Areal von den Sowjets genutzt. Nach dem Abzug der Truppen in den 1990er Jahre wurde das Gelände sich selbst überlassen und verfällt seitdem.

 

Die meisten Gebäude stehen unter Denkmalschutz und sollen in ein geplantes Wohnprojekt miteingebunden werden. Direkt auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes sollen in den nächsten Jahren riesige Wohnkomplexe entstehen.

 

Das Betreten des Gelände ist aufgrund der einsturzgefährdeten Hallen strengstens verboten. Bis vor kurzem fanden immer wieder Führungen statt, bei denen man das Areal offiziell besuchen konnte. (Lukas Arnold)

 



Alte Fabrik Berlin

Für viele Urban Explorer ist eine alte, verlassene, Fabrik der Inbegriff eines "lostplaces". Wort wörtlich übersetzt bedeutet dies allerdings nur "verlorener Ort". Es kann sich somit jeder für sich selbst eine Definition machen, welche Orte zu "lostplaces" zählt. Mich persönlich faszinieren alle Objekte, welche verlassen sind und im speziellen durch die Rückeroberung der Natur zu einem ganz besonderen Ort werden und somit einzigartige und kreative Fotomotive bieten.

So begeistern mich auch alte Autowracks welche irgendwann, irgendwo einmal abgestellt worden sind und vor sich hinrosten.  Aber auch kleine Objekte wie beispielsweise altes verstaubtes Werkzeug, welches auf der Werkbank unter einer dicken Staubschicht verblieben ist.

 

In diesem Beitrag möchte ich einen ganz besonderen "lostplace" vorstellen und zwar ein riesiges verlassenes Industrieareal, welches sich in Berlin befindet. Dieser Ort ist für mich deshalb wichtig, da dieser der erste "lostplace" war, welchen ich in Berlin erforschte. Das Areal verfügt über dutzende verlassene Hallen und Gebäude.

 

Eines der Highlights sind die beiden "Zeppelinhallen" welche wie Zwillinge parallel nebeneinander liegen und durch Verbindungsöffnungen verbunden sind. Dabei handelt es sich, wie der Namen schon verrät, um die einstigen Hallen für Luftschiffe.

 

Besonders in den Bann hat mich dort der ehemalige Waschsaal gezogen. Über eine enge, steile Holztreppe stieg ich von einen der Fabrikhallen in den ersten Stock und schritt langsam einen kleinen dunklen Gang entlang. Am Ende öffnete ich eine unscheinbare Tür und stand mitten in einem sonnendurchfluteten Waschraum. Die Wände waren alle mit Farbe und Graffitis verziert. Aus den ehemaligen Waschbecken wuchs langsam Moos und überdeckte die Sanitätseinrichtungen.

 

Etwas außerhalb des Geländes entdeckte ich mehrere Betonklötze und gesprengte Brocken. Unmittelbar dahinter sah ich, wahrscheinlich einen der wenigen noch verbliebenen, Wachttürme aus der Zeit des "Kalten Krieges".

Der Turm stand wie ein stummer Zeuge hinter den Betonkolossen, welche offensichtlich Reste der Berliner Mauer sind. (Lukas Arnold)



Altes Kraftwerk Rummelsburg

Eines der Bekanntesten, der ehemligen Kraftwerke, ist der Technoclub "Berghain" welcher sich im Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain befindet. Wussten Sie, dass es auch ein Zweites, sehr imposantes, ehemaliges Kraftwerk in Berlin gibt?

 

Ein wenig Außerhalb, im Ortsteil Berlin-Oberschöneweide, steht ein altes Kraftwerk, welches 1906/07 als Kohlekraftwerk    errichtet, in den Jahren 1925–1929 erweitert und schlussendlich 1966 stillgelegt wurde.

 

Als Erinnerung an das sehr bedeutende Werk steht mittlerweile nur mehr die imposante Maschinenhalle, welche seit 1994 unter Denkmalschutz steht. Angrenzend befanden sich bis 2002 weitere stattliche Hallen sowie das Heizhaus, welche jedoch aufgrund von akuter Einsturzgefahr bedroht waren und deshalb abgerissen wurden. Nur mehr die Außenfassade wurde stehengelassen. Wenn man straßenseitig auf das Industriedenkmal blickt, so könnte man glauben, dass  Kesselhaus steht noch. Man kann die enormen Ausmaße des ehemals sehr großen Geländes erahnen. 

  

Die Gebäude standen Jahrzehnte lang leer. Es gab mehrere Eigentümerwechsel und das Industriedenkmal verfiel immer mehr zu einer Ruine.

 

Erst in den letzten Jahren wurde die imposante Halle als Kulisse für verschiedene Filme und Serien genutzt, sowie als Veranstaltungsort diverser Events.

 

Mich begeisterten bei einer Besichtigung besonders die vielen Relikte, welche sich noch im Gebäude befinden und als "Stumme Zeugen" an die Zeit des aktiven Kraftwerkes erinnern. So stehen noch die ganzen Apparaturen auf der "Kommandobrücke", die sämtlichen Sicherungskästen in den verschiedenen Räumen, sowie der damalige Speise oder Veranstaltungssaal, welcher unter dem Dach langsam vor sich hin verfällt. (Lukas Arnold)



Verlassene Siemensbahn

Die Berliner Siemensbahn wurde Anfang der 1920er Jahre für die Arbeiter der "Siemens AG" erbaut, damit diese schnellstmöglich zur Arbeit gelangen.

Das Streckennetz verfügt über 4, 5 Kilometer und 4 Bahnhöfen (Jungfernheide, Wernerwerk, Siemensstadt, Gartenstadt)

In den 1990er Jahren wurde die Bahnstrecke stillgelegt und seitdem liegt alles was eins dazugehörte im romantischen Dornröschenschlaf. Über den Gleisen und Weichen liegt teilweise zentimeterhoch das Moos. Bäume und Sträucher wachsen über das komplette Gleisbett und die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt von der Natur zurückerobert.

(Lukas Arnold)



Ruine der Künste Dahlem



Lord Nelson in Torre del Greco

Auch wenn dieser verfallene Landsitz bei Neapel wahrscheinlich nichts mit der Liebesgeschichte Lord Nelsons und seiner Mätresse Lady Hamilton zu tun hat, so geht von dieser brachliegenden Ruine - vergessen zwischen Zitronen und Kakteen liegend - doch ein romantischer Zauber aus.

 

Als ich im Jahre 2018 meine Verwandten im malerischen Italien besuchte, kam mir folgende Geschichte, die ich dort als kleiner Bub schon mehrmals aufgeschnappt hatte, wieder in den Sinn. Nach der Seeschlacht bei Abukir im Jahre 1798 (in der der Admiral Nelsons englische Flotte das französische Mittelmeer-Geschwader besiegte), ankerte der Seeheld vor Neapel, um dabei auch seiner Geliebten einen Besuch abzustatten. Im Roman von Alexandre Dumas über die Memoiren der Lady Hamilton wird diese historische Tatsache auch beschrieben. Tatsächlich ankerte seinerzeit das britische Flaggschiff „Vanguard“ vor Torre del Greco.

 

Es sollte vom Meer her ein unterirdischer Tunnel zu einem noblen Anwesen ins Landesinneren führen. Als ich nun vor der alten Villa stand und mich diesmal ein wenig in dem ausgeschlachteten Innenraum des Herrenhauses umblickte (der jedoch mit Müll angefüllt war), formte sich gedanklich ein Bild, das mit folgenden Tatsachen weiter genährt wurde. Ich erfuhr, dass es in der Region in den 1980er Jahren ein starkes Erdbeben gab, wobei etliche alte unterirdische Tunnel eingebrochen waren. Recherchen ergaben, dass durch den zahlreichen Eruptionen des Vesuvs, viele erkaltete Lavaströme ein Netz von Hohlräumen bildeten, die aber nach und nach eingebrochen sind.

 

Die ruinöse Villa und die Konstellationen, geschwängert aus Tatsachen, Mär und blühender Phantasie, bilden auch Stoff für einen phantastischen Lost Place-Beitrag.

(Marcello La Speranza)

 



Nürnberg: Geschichte zum Angreifen

Nürnberg-Geschichte zum Anfassen.

Macht man einen Spaziergang durch die Nürnberger Altstadt, so erkennt neben vielen historischen Fachwerkhäusern auch die Alte Stadtmauer inklusive den Wehrtürmen,den Graben und den großen Haupttoren,welche sich fünf Kilometer durch die Altstadt schlängelt. Auch im Untergrund kann man die Geschichte hautnah erleben, wie jene aus der traurigen Zeit des Zweiten Weltkriegs. (Lukas Arnold)



Berlin: Spannende Unterwelt

Berlin, eine Stadt die vielseitiger nicht sein könnte. Das Erscheinungsbild ändert sich stetig. Wer diese Perle besucht, bekommt eine schöne und abwechselnde Stadt präsentiert. Oberirdisch erinnern Mahnmale und Museen an die sehr bewegte Vergangenheit Berlins. Die Zeit der Nationalsozialisten und deren Wunsch nach der Welthauptstadt "Germania", zu der fast 30 Jahren bestehenden "Berliner Mauer" und zu den Folgen des Kalten Krieges. Taucht man darüber hinaus auch in die Unterwelt der deutschen Hauptstadt ein, so spürt man die Geschichte besonders hautnah. (Lukas Arnold)



Stalingrad / Wolgograd

Gemeinsam mit dem Traditionsverein der Kameradschaft der „Hoch- und Deutschmeister“ flogen wir (Marcello La Speranza und Stefan Andert) im Jahre 2017 nach Wolgograd/Stalingrad. Wir wollten die Gräber, die Schlachtfelder und historisch bedeutende Orte besuchen, wo unsere Vorväter während des Zweiten Weltkrieges im Verband der geschlagenen deutschen 6. Armee litten und starben.

(Marcello La Speranza)

 



Frankfurt: Hochbunker (2013)

Wie auch Wien zählte Frankfurt als Luftschutzort erster Odnung. Die Metropole am Main erhielt jedoch im Gegensatz zu Wien eine ganze Reihe von Hochbunker (rund 50 Stück). Viele der kompakten Anlagen, wo z. T. auch Embleme des Dritten Reiches angebracht worden waren, sind heute noch erhalten geblieben.

Die meisten der außer Dienst gestellten Bunker werden nach der Wende für Musikgruppen genutzt.

(Marcello La Speranza)

Literaturtipp: Andrea Hampel: Hochbunker in Frankfurt am Mail - Hrsg.: Denkmalamt der Stadt Frankfurt am Main, Band 17 (Frankfurt am Main 2012)



Speyer: Mikwe (2013)

Das um 1120 errichtete jüdische Ritualbad in Speyer ist das älteste seiner Art nördlich der Alpen. "Mikwe" bedeutet soviel wie "Sammelplatz für Wasser". Dem Glauben nach eignet sich für die rituelle Reinigung nur "lebendiges" Wasser, wie etwas eine Quelle, ein Fluss oder Grund- bzw. Regenwasser. Für die Zeremonie musste man dreimal vollständig untertauchen, um die Seele zu reinigen. Diese unterirdische Kammer befindet sich nahe der Synagoge in Speyer in rund zehn Meter Tiefe. Seit dem 16. Jahrhundert wurden die Räume als Lagerdepot verwendet und blieben somit erhalten. (Marcello La Speranza)



Neapel: Tunnel Borbonica (2018)

Tief unter Neapel verläuft ein Fluchtweg, der teils mächtig ausgebaut war, vom königlichen Palast (dem Palazzo Reale) ausgehend bis zum Hafen. Der sogenannte Tunnel Borbonica wurde Mitte des 19. Jahrhunters erschaffen, speziell unter der Regierungszeit König Ferdinands II. Während des Zweiten Weltkrieges, als alliierte Bomber auch Neapel bombardierten, wurden im Stollen weitere Kammern und Zugänge als Luftschutzräume, ebenso ein Hospital eingerichtet. Heute sind Teile des Labyrinths für Touristen geöffnet. Die dort sichtbaren alten Automobile und Motorräder stammen aus der Kriegs- und Nachkriegszeit, als dort unten die Polizei Schmugglerfahrzeuge deponierte. (Marcello La Speranza)




Frankreich: Atlantikwall Batterie Longues-sur-Mer

Das Festungswerk ist die einzige Küstenbatterie des deutschen Atlantikwalls mit noch erhaltenen Geschützen in der gesamten Normandie am Ärmelkanal. Das Werk besteht aus vier Geschützbunkern. Einige davon sind heute zerstört aber eine Stellung ist in einem guten Erhaltungszustand und wird als Museum genutzt. Rings um die Anlage existieren noch weitere Militärobjekte. (Stefan Andert)


Copyright: Forscherteam Wiener Unterwelten

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Die Homepage wird laufend aktualisiert und erweitert.

Zuletzt bearbeitet am   28.10.2020